 72 Tage in der Hölle: Wie ich den Absturz in den Anden überlebte Nando Parrado "Wenn Sie dieses Buch einmal in die Hand genommen haben, werden Sie es in einem Zug verschlingen." (Jon Krakauer, Autor des Bestsellers "In eisige Höhen" ) |
 Fettnäpfchenführer Japan: Die Axt im Chrysanthemenwald Kerstin Fels Herr Hoffmann hat die Welt gesehen. Das glaubt er zumindest. Denn eigentlich beschränkt sich die von ihm gesehene Welt auf spanische Inseln, Tirol, Rimini, London und Teile der US-Ostküste. Und jetzt schickt seine Firma den 48-jährigen Familienvater mit einer Schwäche für Schnitzel und Pommes für drei Wochen nach Japan. Ausgerechnet. Denn, wie Herr Hoffmann weiß, in Japan essen sie rohen Fisch. Fast ausschließlich. Außerdem können dort alle Karate und Ping-Pong spielen. Ach ja, und ein bisschen verrückt sind sie auch, diese Japaner. Das weiß man ja schließlich aus dem Fernsehen. Ja, Herr Hoffmann hat die Welt gesehen. Wir begleiten den ahnungslosen Norddeutschen auf seinem unbekümmerten Trip durch das Minenfeld der japanischen Etikette. Dabei wird er nicht nur peinliche und für alle Beteiligten ausgesprochen unangenehme Augenblicke erleben, sondern auch in brenzlige zwischenmenschliche Situationen geraten. Kein Wunder, denn eigentlich ist es völlig unmöglich nach Japan zu reisen, ohne sich dabei unsäglich zu blamieren. Aber Herr Hoffmann geht mit Leichtigkeit noch einen Schritt weiter und beweist ein sicheres Gespür dafür, sich geradezu kriminell unangemessen zu verhalten: nicht nur, dass er die falschen Pantoffeln auf dem Klo trägt und Trinkgeld gibt - nein, er wagt es sogar, das Sakko offen zu tragen, ironische Bemerkungen zu machen und sich in aller Öffentlichkeit die Nase zu putzen. Skandalös. Und was erst alles bei den strengen Ritualen der Visitenkartenübergabe oder dem Austausch von Geschenken schief gehen kann... Kurz: es ist all das festgehalten, was in nur wenigen Tagen Kulturaustausch alles in die Hose gehen kann. In 50 Episoden erlebt der Leser eine amüsante Blamage des tragischen Helden nach der anderen, die aber zum Glück durch die ausklärenden Abschnitte "Was ist diesmal schiefgelaufen?" und "Was können Sie besser machen?" mit Hilfestellungen und Hintergrundinformationen für das eigene Verhalten ergänzt werden. ... |
 In die Wildnis: Allein nach Alaska Jon Krakauer "Mein Gott, war er ein gescheiter Junge..." Also, warum hat Christopher McCandless eine rosige Zukunft - College-Ausbildung, materiellen Komfort, außergewöhnliche Begabung und Charme - gegen den Hungertod in einem ausrangierten Bus in den Wäldern von Alaska eingetauscht? Jon Krakauers Buch versucht, diese Frage zu klären, und obwohl es die Frage nicht mit Gewißheit beantwortet - beantworten kann -, bringt In die Wildnis. Allein nach Alaska doch eine Menge Licht in die Sache. Nicht nur über McCandless' "Alaska-Odyssee", sondern auch über die Triebkräfte, die Menschen dazu bringen, aus der Gesellschaft "auszusteigen" und sich auf andere Weise auszuprobieren. Krakauer zitiert Wallace Stegners Schriften über einen jungen Mann, der in den dreißiger Jahren auf ähnliche Weise in der Wüste von Utah verschwand. "Mit 18 sah er sich in einem Traum [...] durch die romantischen Einöden dieser Welt wandern. Kein Mann, in dem noch die Essenz der Jugend fließt, hat diese Träume jemals vergessen." In die Wildnis zeigt uns, daß McCandless zwar extrem, keineswegs aber einmalig war. Der Autor macht den Eremit zu einem von uns - etwas, das McCandless selbst nie schaffte. Am Ende des Buchs ist McCandless nicht mehr einfach ein Zeitungsausschnitt, sondern eine sympathische, seltsam anziehende Persönlichkeit. Ob er nun "ein mutiger Idealist oder ein leichtsinniger Idiot" war - Sie werden Christopher McCandless nicht so schnell vergessen. |
 Shiva Moon: Eine Reise durch Indien Helge Timmerberg Spiegel, Stern, Bild, Zeit, Playboy - für alle hat Helge Timmerberg schon geschrieben. Zweifellos ist er einer der ganz Großen im deutschen Journalismus. Das findet auch die Süddeutsche Zeitung: ?Man fängt beim Lesen an, die guten Sätze zu unterstreichen, und bald ist die Hälfte des Buchs unterstrichen, und dann schaut man sich die restlichen Sätze an und stellt fest, dass die eigentlich auch sehr gut sind.? Treffender kann man es kaum ausdrücken. Timmerbergs Sprache ist einfach schloddrig-schön, mal kumpel- und mal rüpelhaft und mal formvollendet geschliffen wie ein hochkarätiger Diamant. Aber immer pointiert und ungemein unterhaltsam. Kompromisslose Schöngeister und Moralisten mögen sich vielleicht an der häufigen Verwendung des Präfixes ?scheiß? oder an seinen Hoheliedern auf Haschisch und Co. stören, doch nach Ansicht des Rezensenten macht ihn all das nur noch menschlicher, besser. Kurzum: Es macht ungeheuer Lust, seine Gedanken zu lesen. Eigentlich verschlingt man sie eher, denn mit jeder Seite steigt das Bedürfnis nach mehr Timmerberg. Wer nichts vorhat, dem kann es leicht passieren, dass er Shiva Moon in einem Rutsch durchliest. In dem mehr als 200 Seiten starken Buch gibt es keine Fotos, keine Karten (gut: eine Skizze) und keine Telefonnummern von Hotels, dafür eine nahtlose Geschichte mit zwei Hauptrollen: Timmerberg selbst und Indien. Die Handlung: Das mehr als dreißig Jahre währende Liebesverhältnis der beiden. Doch keine Angst, anders als bei mancher Buchkonkurrenz wird der Subkontinent nicht als Yoga- und Ayurveda-Paradies verklärt. Sicher, die Yogahauptstadt Rishikesh kommt vor, auch Varanasi und Kalkutta, und jeder Indienfan wird viel Wahres und selbst Erfahrenes wiederfinden. Doch, und das ist das Besondere: Auch wer sich von Indien bislang nicht angesprochen fühlte, wird sich von der Art, wie Timmerberg erzählt, mitreißen lassen. Der Mix aus Be- und Verwunderung für und über die heraufziehen ... |
 Fettnäpfchenführer Südafrika: My name is not sisi - Kulturkollision x 11 Elena Beis Silvie war noch nie in Südafrika. Silvie weiß aber ganz genau, was sie dort erwartet. Denkt sie, bis sie mit ihrem gefahrensituationserkennungsresistenten Freund in Kapstadt steht, und die zwei dort völlig DURCH/AN/EINANDER/geraten. Warum reagiert der farbige Mann auf die Frage, ob er Xhosa spricht, so perplex? Warum kann man das Minitaxi nicht ans Hotel bestellen? Wie bittet man einen Pavian wieder aus dem Auto heraus? Warum bestehen alle darauf, der Grill sei "KEIN barbeque!"? Fahren wir hier auf einer Autobahn oder in einer Fußgängerzone!? Warum starren die Polizisten Silvie so schamlos auf den Busen? Und nicht zuletzt: Wann schwebt man in Lebensgefahr - und wann in Paranoia?! Simons und Silvies Trip führt von Kapstadt über die Afrikaanse Karoo, an den traditionellen Lehmhüttendörfern der Transkei und dem Powerhouse Johannesburg vorbei. Während dieser abenteuerlichen zwei Wochen kommen die beiden mit dem Geknäuel südafrikanischer Kulturen, Sitten, Etiketten und Vokabeln völlig durcheinander. "Fettnäpfchenführer Südafrika" ist ein Buch, das auf unterhaltsame Art und Weise über alle südafrikanischen "GOs" und "NO GOs" aufklärt und unglaublich viel Lust auf das bunte, spannende und verrückte Land macht, das Südafrika in Wirklichkeit ist. | 
| Reisen und Geografie - Buch und Hörbücher, Buchstabe I| Petra Neumayer | Roswitha Stark | Ursula Wölfel | Bear Heart | Angela Weinhold | Joseph M. Marshall | Billy Mills | Nicholas Sparks | Kenneth Meadows | Mary Pope Osborne | Scott O'Dell | Ben Nevis | Indianer | | Hermann Hesse, Marco Koskas, Camellia Panjabi, Mary M. Kaye, Frédérick Leboyer, Rainer Krack, Andreas Altmann, Rohinton Mistry | Indien | | Milda Drüke, Renate Loose, Nigel Barley, Vidiadhar S. Naipaul, Klaus Koch, Roland Dusik, Berthold Schwarz, Gill Paul | Indonesien | | Christoph Reuter, Gerhoch Reisegger, Thura Al- Windawi, Jean P. Sasson, Stefan Aust, Hans Blix, Alain de Benoist, Mohammed Hassan | Irak | | Ken Follett, Marjana Satrapi, Hartmut Niemann, Bruni Prasske, Betty Mahmoody, Vidiadhar S. Naipaul, Rudolph Chimelli, Behjat Moaali | Iran | | Herbert Becker, Tony Hawks, Hans-Günter Semsek, Frank McCourt, Martin Löpelmann, Patrick Dunne, Simona Tarchetti, Paul Kimmage, Heinrich Böll, Nikolaus K. Gelpke | Irland | | Arnaldur Indridason, Nora Roberts, Sabine Barth, Edward Packard, Jens Willhardt, Hans Klüche | Island | | Israel Gutman, Ruth Elias, Norman G. Finkelstein, Leon Uris, Victor Ostrovsky, Peter Scholl-Latour, Evi Guggenheim Shbeta, Jan Assmann | Israel | | Jan Weiler, Reinhardt Hess, Tim Parks, Gabriele Schierz, Cornelia Schinharl, Alfons Schuhbeck | Italien |
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