Jerusalem

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Vis a Vis, Jerusalem & Das Heilige Land: Heilige Stätten, Sinai, Geschichte, Museen, Mosaiken, Tauchen, Totes Meer, Masada, Petra, Nachtleben, Hotels, Märkte - Vis a Vis, Jerusalem & Das Heilige Land: Heilige Stätten, Sinai, Geschichte, Museen, Mosaiken, Tauchen, Totes Meer, Masada, Petra, Nachtleben, Hotels, Märkte

Taschenbuch, August 2008
     Verkaufsrang: 147942     

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Jerusalem & das Heilige Land führt über die politischen Grenzen Israels hinaus in die Wiege der drei großen Weltreligionen Judentum, Christentum und Islam. Alle praktischen Informationen - von Visa-Vorschriften für Israel, Jordanien und Ägypten bis zur Telefonkarte - bietet der Serviceteil auf einen Blick. 3D-Citypläne sorgen dafür, dass man sich in den winkeligen Gassen von Jerusalems Altstadt schnell zurecht findet. Wunderschöne Fotos stimmen ein auf erholsame Strandtage und die bizarre Unterwasserwelt des Roten Meers.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 2.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Buchkauf      3 von 5 Punkten
Das Buch ist in einem einwandfreien Zustand eingetroffen, nur leider nicht in Klarsicht-Schutzfolie verpackt(zum weiterverschenken).
Zahlung ging ebenfalls reibungslos! amazon immer wieder!!!

wunderschön, aber fehlerhaft!      2 von 5 Punkten
Dieser Reiseführer ist prachtvoll gestaltet, enthält aber peinlichste Fehler! Wenn das Westjordanland konsequent mit Jordanien verwechselt wird und die Himmelfahrtskirche zur Auferstehungskirche wird, fragt man sich doch, ob man sein Geld nicht besser anderswo investiert hätte.... Als "Bilderbuch" wunderschön, es macht richtig Lust auf das Land, auch die Detailkarten einzelner Sehenswürdigkeiten lohnen sich, aber unzuverlässig und (im Verhältnis zum Gewicht des Buches, das man ja unterwegs mit sich rumschleppt) auch wenig informativ.


Jerusalem: Ein historisch-politischer Stadtführer - Gil YaronJerusalem: Ein historisch-politischer Stadtführer
Gil Yaron

Broschiert, 15. März 2007
     Verkaufsrang: 71738     

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Kein Ort auf dieser Welt ist so umkämpft wie Jerusalem. Die Wiege des Judentums und des Christentums ist zugleich auch dem Islam heilig. Weltreiche und Religionen liefern sich seit Jahrtausenden einen erbitterten Kampf um die Vormachtstellung in Jerusalem. Der Streit um die "Heilige Stadt" prägt heute zunehmend den Nahostkonflikt zwischen Palästinensern und Israelis. Gil Yaron geht in seinem "historisch-politischen Stadtführer" bis auf die Ursprünge der Stadt zurück und erläutert ihre historische Bedeutung aus Sicht der drei Weltreligionen. Er schildert den Verlauf des Nahostkonfliktes zwischen Juden und Muslimen seit dem 19. Jahrhundert und erklärt, warum beide Seiten bis zum heutigen Tag so vehement gegeneinander kämpfen. Yarons Buch ist zugleich eine Einladung an alle, die sich mit der Geschichte und Gegenwart Jerusalems beschäftigen wollen und diese einzigartige Stadt für sich entdecken möchten.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Klasse!      5 von 5 Punkten
Ein tolles Buch über die geschichtsträchtigste Stadt der Welt, informativ und gut zu lesen, würde ich wieder kaufen!

Interessant und unterhaltend      5 von 5 Punkten
Mit seinem Buch ist Herrn Yaron ein Meisterwurf gelungen. In eleganter Sprache und verständlicher Form steht hier die Geschichte Jerusalems geschrieben. Das Buch ist mit Fakten gespickt, bleibt aber Dank vieler unterhaltsamer Anekdoten leicht lesbar. Dabei kann man mehr lernenals als nur zum Themenkomplex Jerusalem: Nicht nur, dass der gesamte Nahostkonflikt von einer bisher unbekannten Warte ausgeleuchtet wird, auch viele Einzelheiten europäischer und vor allem deutscher Geschichte finden in diesem Buch viel Aufmerksamkeit. Wer weiß schon, dass ein Deutscher maßgeblich für den Aufbau des modernen Jerusalem verantwortlich war, oder dass deutsche Soldaten im ersten Weltkrieg die Stadt gegen die Engländer verteidigten? Wer den Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern wirklich verstehen will, wird um dieses objektive, amüsante und tiefgründige Buch nicht herumkommen können.


Nächstes Jahr in Jerusalem - Andre KaminskiNächstes Jahr in Jerusalem
Andre Kaminski

Taschenbuch, 27. September 2007
     Verkaufsrang: 133682      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

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Kaminskis Familiensaga erzählt die Geschichte zweier jüdischer Familien in wirrer Zeit, im von Krieg und Revolution erschütterten Europa vor, im und nach dem Ersten Weltkrieg - und ist doch alles andere als eine traurige Geschichte.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 8 Bewertungen)

Sehr lesenswert!      5 von 5 Punkten
Ich möchte kurz zusammenfassen: ein humorvolles und weises Buch.
Der Humor ist fein, die Weisheit ist tief.
Tief sowohl, was die geschichtlichen Ereignisse, als auch die Menschen und menschlichen Beziehungen angeht.
Es geht um 2 polnisch-jüdische Familie in der Zeit vor, im und nach dem 1. Weltkrieg,
Eine düstere Zeit - tiefgehend und doch humorvoll geschildert.
Und voll Aktion.
Fesselnd vom 1. Satz bis zum letzten!


 Weitere Lesermeinungen


Jerusalem: Roman - Selma LagerlöfJerusalem: Roman
Selma Lagerlöf

Taschenbuch, 1. Oktober 2008
     Verkaufsrang: 36936      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 12,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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In Mittelschwedens schweigender und großartiger Landschaft leben die Ingmarsöhne auf ihrem uralten Hof. Die veränderten Zeiten haben Unruhe in ihr Dasein gebracht. Die Bauern auf den weltabgeschiedenen Höfen tragen eine religiöse Sehnsucht im Herzen. Und so geraten sie unter den Einfluß eines charismatischen Führers. Sie verlassen ihre schwedische Heimat, um in Jerusalem die Wiederkunft Christi zu erwarten. Nur einer der Ingmarsöhne bleibt zurück, jedoch um den Preis einer hohen Schuld: Um den Hof halten zu können, bricht er ein Verlöbnis und heiratet eine reiche Bauerntochter.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Viele Wege führen nach...      4 von 5 Punkten
Was in diesem Roman erzählt wird, spielt sich an verschiedenen Orten und auf mehreren Inhaltsebenen ab - der Zeitrahmen für das Ganze ist die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts.
Zunächst liest es sich wie eine nordische Familiensaga: in der schwedischen Landgemeinde Dalarne spielt seit Generationen der Hof der Ingmarssöhne eine zentrale Rolle, der jeweilige Großbauer ist auch ohne offizielles Amt die höchste Autorität in der dörflichen Gemeinschaft. Diese Kontinuität droht beim jüngsten Ingmar Ingmarssohn abzureißen: er ist noch minderjährig, als sein Vater stirbt, der Hof wird von seiner älteren Schwester bewirtschaftet und droht ihm verloren zu gehen, als deren erster Mann aus Niedertracht sein Erbteil verschwinden lässt. Um den väterlichen Hof für sich zu retten, wird Ingmar seiner Jugendliebe Gertrud untreu und heiratet eine Frau, die ihm nichts bedeutet, nur weil deren reicher Vater den Hof ersteigert und ihm überlässt. Die Eheleute leben offenbar lieblos neben einander her und als dennoch ein Kind auf die Welt kommt, scheint sich ein alter Fluch zu bewahrheiten, demzufolge seine Frau nur blinde und schwachsinnige Söhne zur Welt bringen kann.
Die im zweiten Teil des Romans geschilderten Begebenheiten spielen sich dagegen in Jerusalem ab: ein Teil der schwedischen Bauern ist nach dem Auftreten eines Wanderpredigers dorthin ausgewandert und schließt sich einer religiösen Gemeinschaft an, die im Sinne der Urgemeinde Jesus nachfolgen will, Armut und Anfeindung in Kauf nimmt, um sich dem Dienst an den Armen, Kranken und Waisen zu widmen. Eines Tages taucht dort auch Ingmar Ingmarssohn auf, der der Erweckungsbewegung gegenüber zunächst immer skeptisch geblieben war...
Ähnlich wie mit den Hauptschauplätzen des Geschehens verhält es sich auch mit dem Hauptinhalt des Romans.
Man könnte ihn lesen als Entwicklungsroman, in dessen Mittelpunkt der vom Jüngling zum Mann heranwachsende Ingmar Ingmarssohn steht. Anfangs scheint er das schwächste Glied in der Kette seines Geschlechts zu sein, am Ende jedoch erweist er sich als würdiger Nachkomme seiner Vorväter.
Diese Entwicklung tritt jedoch über lange Phasen in den Hintergrund gegenüber der religiösen Thematik: was im Dorf mit einem Konflikt zwischen Pfarrer und Schulmeister beginnt, weitet sich zunehmend aus. Laienprediger und Charismatiker treten auf, die Dorfgemeinschaft wird gespalten und die religiös motivierten Auswanderer treffen in Jerusalem auf eine Vielzahl von Glaubensrichtungen, die in ständiger Spannung zwischen Kampf und Koexistenz stehen. Selma Lagerlöfs Botschaft ist meiner Meinung nach das Werben um Weite: sie kritisiert alle Formen religiöser Intoleranz, die zu Ausgrenzung, Verfolgung und in letzter Konsequenz zum Tod von Andersgläubigen führen. Es gibt keinen an sich richtigen Glauben und keine wahre Religion - auch der tanzende Derwisch oder der noch in heidnischen Traditionen verhaftete schwedische Waldbewohner haben Zugang zu überweltlichen Wahrheiten. Visionen, Offenbarungen und Prophezeiungen können im Prinzip jedem und jeder zuteil werden. Maßstab ist vielmehr das aus diesen religiösen Überzeugungen und Erfahrungen resultierende Handeln der Personen. Sie können sich selbst verfehlen und ihrer Umwelt und ihren Mitmenschen Schaden zufügen oder sie können ihre Bestimmung erkennen und zu einem Segen für ihre Umgebung werden. Lagerlöf verteilt Licht und Schatten in allen Lagern und baut damit vorschnellen oder einseitigen Urteilen vor...
Wer sich auf diese religiöse Dimension einlassen mag, wird durch die Lektüre dieses Buches sicher bereichert werden. Wer dagegen in erster Linie einen historischen Roman, speziell eine nordische Familiensaga lesen möchte, könnte durch den zweiten Teil ein wenig enttäuscht oder ermüdet werden.


Lagerlöfs Meisterwerk      5 von 5 Punkten
"Jerusalem" ist für mich das schönste Buch Selma Lagerlöfs. Natürlich sind "Nils Holgersson" oder die "Christuslegenden" bekannter, und sicher sind das auch gute Bücher, aber "Jerusalem" ist berührender. Im letzten Jahrhundert spielend, beweist die Geschichte eine zeitlose Aktualität in bezug auf Liebe, Verführung durch Sekten und so weiter.
Gertrud, eine Pfarrerstochter, wächst in Schweden auf dem Lande heran. Befreundet ist sie mit Ingmar, der einen Bauernhof sein Eigen nennt, der aber von seiner Schwester verwaltet wird. Später wollen sich beide heiraten, doch es kommt anders: Ein Sektenprediger kommt ins Dorf, Ingmars Schwester schliesst sich ihm an, schliesslich auch Gertrud, als Ingmar sie verlässt, um eine reiche Bauerstochter zu heiraten und so sein Erbe, den Hof, zu retten. Im zweiten Teil sind diese Verführten dann nach Israel gezogen, um dort eine Kolonie zu gründen. Ingmar macht sich auf den Weg, um seiner unglücklichen Ehe zu entkommen und Gertrud, der es in Israel zunehmend schlechter geht, heimzuholen...
Unglaublich dicht und anrührend schildert dieser, später von Bille August verfilmte, Roman sein Geschehen, und erweckt seine handelnden Personen zum Leben. Ein sehr, sehr gutes Buch! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)


Jerusalem 1 : 10 000. Stadtplan. Touristische Informationen. Innenstadtplan. Straßenverzeichnis (Freytag u. Berndt Stadtpläne/Autokarten) - Jerusalem 1 : 10 000. Stadtplan. Touristische Informationen. Innenstadtplan. Straßenverzeichnis (Freytag u. Berndt Stadtpläne/Autokarten)

Landkarte, 2009
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Preis: € 7,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Features the map of Jerusalem city, along with tourist information and an index.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Rezension und Stadtplan???      5 von 5 Punkten
Wie soll man einen Stadtplan rezensieren?
Ich habe mit ihm in Jerusalem alles gefunden was ich gesucht habe.
Der Plan ist umfangreich und dadurch etwas unhandlich, ich lobe mir die Falk-Faltung.
Im Detailplan im Bereich der Altstadt wünsche ich mir mehr Straßennamen.


Jerusalem war immer eine schwere Adresse: Roman - Angelika SchrobsdorffJerusalem war immer eine schwere Adresse: Roman
Angelika Schrobsdorff

Taschenbuch, 1. August 1991
     Verkaufsrang: 60074      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 11,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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"Ich erinere mich genau, wann die Unruhen anfingen, denn am selben Tag ging mein Telefon kaputt..." Die "Unruhen", das ist der passive Widerstand, die Rebellion, der Aufstand der Palästinenser, die Intifada. Angelika Schrobsdorff begegnet ihr hautnah, denn ihre Wohnung liegt auf der Grünen Grenze unweit der Altstadt von Jerusalem. Hier lebt sie mit jüdischen und arabischen Nachbarn zusammen. Ihre genaue Beobachtungsgabe, ihre Ehrlichkeit und ihre sanfte Ironie geben diesem Bericht über einen scheinbar aussichtslosen Konflikt zwischen zweier Völker seine befreiende Wirkung.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)

zutiefst menschlich      5 von 5 Punkten
Zutiefst menschlich. Frau Schrobsdorff ist es gelungen einen persönlichen Blick auf Jerusalem zu schildern. Mit Eigenwilligkeit und Selbstironie auf intelligente Art und Weise nimmt sie einen mit in ihr Jerusalemer Leben. Macht einfach Spaß. Danke für dieses Buch!


 Weitere Lesermeinungen


Wenn ich dich je vergesse, oh Jerusalem .. - Angelika SchrobsdorffWenn ich dich je vergesse, oh Jerusalem ..
Angelika Schrobsdorff

Taschenbuch, 1. September 2004
     Verkaufsrang: 199137      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,50 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Leben in einem schwierigen Land: Angelika Schrobsdorff erzählt von den Menschen und der Stadt, die sie liebt.
"Es begann alles so hoffnungsvoll." Als sie damals in das schöne arabische Haus im Niemandsland zog, unweit der historischen Altstadt und mit malerischem Blick über die Judäische Wüste, da glaubte Angelika Schrobsdorff, in Jerusalem endlich den Ort gefunden zu haben, der für sie Heimat bedeuten könnte.
Heute, fast zwanzig Jahre später, sind Frieden und Sicherheit mehr denn je eine Illusion, und die Hoffnung schwindet. Ein Prozeß, mit dem Angelika Schrobsdorff sich nicht abfinden will. Für sie gibt es "nichts Lohnenderes als die Gerechtigkeit per se, egal um welches Volk es sich handelt". Und sie hat sowohl israelische als auch arabische Freunde.
Von diesen Menschen, denen ihre Zuneigung gehört, aber auch von denen, die sie verabscheut, erzählt sie. Von den Katzen, denen ihre ganze Fürsorge gilt, und von der Stadt, der sie verfallen ist und die ihr Alpträume beschert.
"In Jerusalem hab ich zum zweiten Mal das Licht der Welt erblickt, und es war und ist ein so magnetisches Licht, daß man daran klebenbleibt und sich, wenn man wieder loskommen will, die Haut in Fetzen runterreißt."


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Ein Muß für Israel-Besucher!      5 von 5 Punkten
Gnadenlos ironisch, lustig, lebendig, traurig, zum Verzweifeln und total informativ - so ist dieses Buch wohl am ehesten zu beschreiben. Atemlos liest es sich durch die einzelnen Kapitel, in denen man oft nur noch durch die vielen netten bis hysterischen Kätzchen von der Dramatik und Ausweglosigkeit des Nah-Ost-Konflikts abgelenkt wird.
Wer Israel mit realistischen Augen betrachten will, kommt an diesem Titel nicht vorbei!


Eichmann in Jerusalem. Ein Bericht von der Banalität des Bösen - Hannah ArendtEichmann in Jerusalem. Ein Bericht von der Banalität des Bösen
Hannah Arendt

Taschenbuch, 1986
     Verkaufsrang: 151771     

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Der Prozeß gegen SS-Obersturmbannführer Adolf Eichmann 1961 in Jerusalem war neben den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen die wichtigste Gerichtsverhandlung gegen Schergen des NS-Regimes. Spätestens mit der Vollstreckung des Todesurteils gegen Eichmann begann auch eine Diskussion um die Sinnhaftigkeit der Aufarbeitung der Nazi-Verbrechen durch juristische Mechanismen. Hannah Arendt hat den Prozeß selbst miterlebt und seine Unterlagen dazu genutzt, ihr eigenes Resümee über den Holocaust und die Person Adolf Eichmann mit seiner Rolle bei der Judenverfolgung zu ziehen. Heraus kam dabei ein Buch, das bis zum heutigen Tag nichts an Gültigkeit oder Bedeutung verloren hat.
Eichmann steht prototypisch für viele der verbrecherischen Nazi-Gefolgsleute, die mit oder ohne ideologischer Verblendung, dafür aber immer mit voller Obrigkeitshörigkeit doch stets nur Befehle ausführten. Irgendeine Form der Reue geht ihm ab, denn "Reue ist etwas für kleine Kinder", so Eichmann in den Verhören. Dabei ist Reue und die daraus resultierende Selbsterkenntnis der vielleicht wichtigste Punkt einer sinnvollen Aufarbeitung. Hinter der Maske des vermeintlichen Normalos Eichmann verbirgt sich tausendfacher Schrecken - ein Schrecken, den man auch heute noch an so manchen Stellen des Erdballs in den Personen scheinbar normaler Bürger wiederfinden kann.
Arendts Buch ist zudem eine über die persönliche Ebene hinausgehende Zusammenfassung des Holocaust, von den ersten Vertreibungen bis hin zur fürchterlichen Endlösung, denn all dies war Gegenstand des Prozesses. Bei aller berechtigter Kritik - so gibt es heute sicherlich ausführlichere Bücher über die Historie des Holocaust - darf man ihr eigentliches Anliegen nicht übersehen. Es ging ihr gerade um die im Untertitel aufgeführte Banalität des Bösen, um die Betrachtung der Person, die das Töten verwaltet und plant. Und genau diese Betrachtungsweise packt den Leser, denn bei der Analyse der Ereignisse im Dritten Reich sollte man immer auch die einzelnen Täter berücksichtigen. Die Erkenntnis, daß normale Menschen zu Greueltaten solchen Ausmaßes fähig sind, darf nie in Vergessenheit geraten, und so behält dieses Buch auch in Zukunft seinen Stellenwert als Warnung wie auch als Mahnmal. -Joachim Hohwieler


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 7 Bewertungen)

...you see, we like our Nazis in uniforms.      5 von 5 Punkten
Es ist nun schon eine Weile her, dass ich Hannah Arendts Bericht "Eichmann in Jerusalem" gelesen habe. Zwischen damals und heute liegt Quentin Tarantino's Meisterwerk "Inglourious Basterds", und dies will ich zum Einstieg in meine Rezension nutzen.
Ein Kernthema von "Ingourious Basterds" ist die Aussage, dass man Nazis kaum erkennen kann, wenn sie keine Uniformen tragen. Genau das ist auch ein wichtiger Punkt für Hannah Arendt, denn auf Adolf Eichmann hätte im Adenauer-Deutschland ganz bestimmt eine solide Beamtenkarriere gewartet, wenn er sich nicht nach Südamerika abgesetzt hätte. Es ist faszinierend zu lesen, wie Arendt in gewohnter Klarheit den Eindruck beschreibt, den dieser Mann auf sie machte. Eichmann war für sie ein Hanswurst, und ähnlich wie Tarantino's Hans Landa hätte man ihm den skrupellosen Massenmörder schlicht und einfach nicht zugetraut. Wo der von allabendlichen Kinderschreckspektakeln Marke "Hitlers linkes Auge - in Großaufnahme, unterlegt von schrillen Kreischtönen" vorgeprägte Leser einen furchteinflößenden Schlächter erwartet, findet sich ein Typ, wie man ihn auch heute noch in den unterschiedlichsten Varianten trifft und der für manche Kreise sogar eine Art Idealbild darstellt: nüchtern und strebsam, dienstbeflissen und engagiert.
Alles Weitere sollte man in diesem Buch nachlesen. Anmerken möchte ich noch, dass auch Arendts Ausführungen zu den unterschiedlichen Abläufen des Holocausts in verschiedenen Regionen Europas eine echte Bereicherung sind. Hier arbeitet sie sehr präzise heraus, dass es kein lineares "Schema F" gab, sondern dass das Verhalten der örtlichen Bevölkerung einen ganz erheblichen Einfluss darauf hatte, ob und wieviele Menschen abtransportiert wurden oder überlebten. Auch das widerspricht auf erfrischende Weise dem allgemeinen Einheitsbrei, den man ansonsten in der multimedialen Aufarbeitung des Holocausts serviert bekommt.
Ich habe nun schon einige Bücher von Hannah Arendt gelesen. "Eichmann in Jerusalem" fand ich von allen am besten. Es ist super geschrieben und bringt eine Fülle wichtiger Einsichten haargenau auf den Punkt. Ich kann es uneingeschränkt empfehlen.


 Weitere Lesermeinungen


Das antike Jerusalem: Archäologie und Geschichte - Eckart OttoDas antike Jerusalem: Archäologie und Geschichte
Eckart Otto

Broschiert, 15. Februar 2008
     Verkaufsrang: 81935      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 7,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Dieser Band bietet einen kompetenten Überblick über Geschichte und Archäologie des antiken Jerusalem. Er informiert anhand zahlreicher Pläne und Skizzen über historische Topographie und Gründungsgeschichte, ferner über die Geschichte Jerusalems in davidischer und salomonischer Zeit, die Krise in assyrischer Zeit, den Untergang im Sturm der Babylonier, den Wiederaufbau, die Epoche bis zur Zerstörung des Zweiten Tempels sowie über Jerusalem in byzantinischer Zeit und in den Tagen der Kreuzfahrer.



Jerusalem: Der Kampf um die heilige Stadt - Bernard WassersteinJerusalem: Der Kampf um die heilige Stadt
Bernard Wasserstein

Gebundene Ausgabe, 20. September 2007
     Verkaufsrang: 162430      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Der britische Historiker Bernard Wasserstein erzählt in seinem grundlegenden Werk, warum die heilige Stadt seit Jahrhunderten keinen Frieden findet.
Jerusalem, schrieb Herman Melville 1860 nach einem Besuch in der Stadt, wird von einem Heer von Toten belagert. Heute steht Jerusalem im Zentrum des Nahost-Konflikts, der sich immer mehr zu einer ernsthaf-ten Bedrohung für den Weltfrieden auswächst. Der britische Historiker Bernard Wasserstein erzählt in seinem grundlegenden Werk, warum die heilige Stadt seit Jahrhunderten keinen Frieden findet. Sein Buch ist eine meisterhafte Einführung in eines der schwierigsten Kapitel der Weltpolitik. Keine andere Stadt der Welt trägt so schwer an der Last ihrer Geschichte wie Jerusalem. Die heilige Stadt ist für Christen, Juden und Muslime von großer religiöser Bedeutung, und sie liegt im Fadenkreuz der politischen Konflikte zwischen Arabern, Palästinensern und Israelis. Ohne eine Einigung über Jerusalem gibt es keinen Frieden im Nahen Osten. Bernard Wasserstein schildert den dramatischen Kampf um Jerusalem vom 19. Jahrhundert, als dort die europäischen Mächte erstmals auf den Plan traten, bi
s hin zu den blutigen Ereignissen der letzten Jahre. Er entwirrt für den Leser das Knäuel der rivalisierenden Kräfte und Interessen in der Stadt, und er erklärt, warum so viele Friedensbemühungen gescheitert sind. Sein Buch beschreibt durch klare Analysen und eine bemerkens- werte Ausgewogenheit des Urteils, die allen am Konflikt beteiligten gerecht zu werden versucht.


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Hin und Her      5 von 5 Punkten
Das Buch ist in zehn Teile gegliedert. Wasserstein versucht dem Leser Teil für Teil die Probleme Jerusalems und seiner Umgebung näher zu bringen. Er hat seine Teile und Kapiteln sehr gut chronologisch gegliedert und bringt auch die Streitigkeiten zwischen den Regierungen und den Religiösen Gruppen näher. Er zeigt uns auch, dass es innerhalb der Religiösen Gruppen Probleme gibt - z.B.: Christen: Katholiken - Orthodoxen, Juden: Zionisten - Strenggläubigen Juden.
Ergeht sehr gut auf die religiösen Stätten ein und erklärt uns wie die Gruppen um die Heiligtümer stritten. Nebenbei erzählt er die Geschichte Jerusalems, Palästinas und des Nahen Os-tens. Er versucht dem Leser einen Überblick zu geben, damit er die Ereignisse einordnen kann.
Aus diesen Gründen muss man Bernhard Wasserstein zu diesem Werk gratulieren und ich würde sagen, dass dieses Buch eine Pflichtlektüre ist um die Probleme im Nahen Osten zu verstehen.


Unter den Tempeln Jerusalems: Pharaonen, Freimaurer und die Entdeckung der geheimen Schriften Jesu - Christopher KnightUnter den Tempeln Jerusalems: Pharaonen, Freimaurer und die Entdeckung der geheimen Schriften Jesu
Christopher Knight, Robert Lomas

Gebundene Ausgabe, 30. April 2007
     Verkaufsrang: 14349      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Sind die Freimaurer die großen Weltverschwörer? Oder sind sie die Erben der wahren Lehre Jesu? Sind ihre Rituale uraltes Geheimwissen aus den Zeiten der Pharaonen?
Das legen die sensationellen Funde von Christopher Knight und Robert Lomas nahe. Ihr Buch wird unser Weltbild erschüttern: Die wahre Lehre Jesu hat überlebt und wartet auf ihre Wiederentdeckung.
"Eine ungeheuer aufregende Geschichte, voll scharfsinniger Schlußfolgerungen. Die traditionelleWissenschaft muß sich herausgefordert fühlen..." (Philip R. Davies, Prof. für Theologie an der Universität von Sheffield)


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 15 Bewertungen)

Fast ein Baignet/Leigh      4 von 5 Punkten
Gleich vorweg: Auch wenn die Autoren ständig schreiben: "Wir fanden den Beweis, dass...", "Man weißt, dass..." oder "Es ist Fakt, dass..." handelt es sich bei dem Buch sicherlich nicht um ernst zu nehmende historische Forschung. Es werden zum großen Teil nur Vermutungen und Interpretationen geäußert, die kurz darauf plötzlich zum Beweis werden. Für wenige (bzw. eher keine) Aussagen, die von den Autoren gemacht werden, wie "Die gnostischen Evangelien entstanden zur selben Zeit wie die synoptischen Evangelien." oder "Es gab über 200 Evangelien." werden nachprüfbare wissenschaftliche Quellen genannt. So dass die aus derartigen "Fakten" abgeleiteten Schlussfolgerungen ohne Fundament in der Luft schweben. Allerdings ist es den Autoren gelungen ein ähnlich wie "Der Heilige Gral und seine Erben" unterhaltsames und teils spannendes, aber eben nicht historisches/wissenschaftliches Buch zu schreiben. Was allerdings sehr negativ aufstößt ist die ständige Selbstbeweihräucherung der Freimaurerei. Das hätte man sich besser sparen sollen.
Fazit: Liest man das ganze Werk als Roman, kann man einige sehr unterhaltsame Stunden damit haben, wobei natürlich einige Elemente wie "Die sooo böse katholische Kirche hat alles vertuscht und Beweise vernichtet" mittlerweile überstrapaziert werden, wenn es um das schreiben von Thrillern geht (z.B. "Sakrileg", "Das Jesus-Video", "Die stumme Bruderschaft", ...).


 Weitere Lesermeinungen


Marco Polo Reiseführer Jerusalem - Christoph GerhardMarco Polo Reiseführer Jerusalem
Christoph Gerhard

Taschenbuch, 2001
     Verkaufsrang: 216676     

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MARCO POLO Reiseführer enthalten - neben den wichtigen Infos über Formalitäten von Auskunft bis Zoll - Hinweise auf Hotels, originelle Restaurants und Strände, Kneipen, Diskotheken und Jazzkeller auch abseits vom normalen Tourismus. Sie erschließen Ihnen Sehenswürdigkeiten aller Art.
MARCO POLO Reiseführer nennen eine Vielzahl von Tipps für die individuelle Urlaubsgestaltung.




Damals und Heute. Jerusalem - Roberto CopelloDamals und Heute. Jerusalem
Roberto Copello

Gebundene Ausgabe, Juni 2008
     Verkaufsrang: 475002     

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Jerusalem ist eine der ältesten Städte der Welt. Die wechselhafte Geschichte der "Heiligen Stadt" ist vor allem von ihrem Status als Mittelpunkt dreier Weltreligionen bestimmt. Grabeskirche, Felsendom und Klagemauer sind nur einige der vielen Stätten des Glaubens, die sich in der seit 1981 zum Weltkulturerbe der UNESCO zählenden Altstadt befinden. Auf zahlreichen Farbfotos und mit interessanten Texten wird eine Stadt vorgestellt, deren Geschichte und Gegenwart für Touristen und Pilger gleichermaßen von einzigartiger Anziehungskraft sind.



Orte und Landschaften der Bibel: Orte und Landschaften der Bibel. Jerusalem. Ein Handbuch und Studienreiseführer zur Heiligen Stadt: Bd. 4 - Max KüchlerOrte und Landschaften der Bibel: Orte und Landschaften der Bibel. Jerusalem. Ein Handbuch und Studienreiseführer zur Heiligen Stadt: Bd. 4
Max Küchler

Gebundene Ausgabe, 1. November 2006
     Verkaufsrang: 369881      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 99,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Was meinen Sie zu diesem Artikel?: 

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Mehr als ein standard Werk      5 von 5 Punkten
Sehr umfangreiches Buch, was sicherlich so manchen "normalen" Touristen erschlagen dürfte.
Was ich zum Verständnis anmerken möchte, sind die verschiedenen Teile und ihre Inhalte.
Orte und Landschaften der Bibel besteht aus 6 einzelnen Büchern, von denen bis heute (März 2010) nur 4 erschienen sind:
Band 1: Othmar Keel und Max Küchler "Geographisch-geschichtliche Landeskunde" 1984 ISBN-10: 3525501668
Inhalt: Dabei geht es um Erdgeschichte, Klima, Botanik, Tierwelt, Geopolitik, Grenzen und Namen, Archäologisches.
Band 2: Othmar Keel / Max Küchler "Der Süden" 1982 ISBN-10: 3525501676
Inhalt: Mittelmeer Küste zwischen Jaffo (Tel Aviv) und Rafiah in Ägypten / Westbank südlich von Jerusalem mit Betlehem, Hebron usw. sowie ein Streifen rund um Jericho /
Totes Meer / Der gesamte Negev zwischen Beer She?va bis Eilat und die Arawa Wüste zu Jordanien hin
Band 3: Max Küchler / Wolfgang Zwickel "Der Norden" ???? ISBN: 3-525-50168-4
Der Band ist noch nicht erschienen, ich vermute er wird die nördliche Küste Israels zwischen Tel Aviv bis in den Libanon hinein enthalten,
ggf. Teile des südlichen Libanons, Galiläa, See Genzareth, die Golan Höhen und die nördliche Westbank oberhalb von Jerusaelm.
Band 4 Teil-1: Othmar Keel "Die Geschichte Jerusalems und die Entstehung des Monotheismus" 2007 ISBN-10: 3525501773
Band 4 Teil-2: Max Küchler "Jerusalem. Ein Handbuch und Studienführer zur Heiligen Stadt" 2006 ISBN-10: 3525501706
Band 5: Ulrich Hübner / Ernst-Axel Knauf-Belleri "Jordanien" ???? ISBN 3525501757
Der Band ist noch nicht erschienen.

Eine Fülle an Informationen - die entsprechenden Nachteile inklusive      4 von 5 Punkten
Wer in seinem Urlaub speziell archäologische Interessen verfolgt, dem bieten die herkömmlichen Reiseführer vor Ort meist nicht genug Informationen. Mit seinem "Handbuch und Studienreiseführer" legt Max Küchler ein Mammutwerk vor, das auch die Bedürfnisse von archäologisch Versierten zu befriedigen vermag. Aber auch wer sich am heimischen Schreibtisch für die Geschichte Jerusalems interessiert, ein Referat vorbereiten oder etwas zum ehemaligen jüdischen Tempelberg nachschlagen möchte, wird hier sicherlich fündig werden.
In den ersten 14 Kapiteln stellt Küchler Hunderte von Ausgrabungsstätt en und noch stehenden Gebäuden in Jerusalems Stadtgebiet vor. Hauptsächlich widmet er sich der geschichtlichen Entwicklung der Orte sowie dem heutigen Befund. Die unterschiedlichen historischen Rekonstruktionen werden jeweils diskutiert, doch spart Küchler nicht an selbstbewussten eigenen Interpretationen. Lage und Aufb au des gegenwärtigen Geländes sind meistens bis in die einzelnen Bauelemente beschrieben, so dass eine Fülle an Studienmaterial vorhanden ist (wobei sich vor Ort in der Regel auch jede Einzelheit wiederfinden lässt).
Die ersten Vor- und Nachteile des Mammutwerkes sind off ensichtlich: Es enthält eine riesige Detailfülle an Informationen zu mehreren hundert Bauwerken Jerusalems. Dadurch ist es aber zwangsläufig so umfangreich, dass man es nur ungern im Rucksack mit auf einen Stadtrundgang nimmt. Außerdem benötigt man vor Ort meistens mehr als fünf Minuten, um die Informationen zu finden, die man gerade braucht (z.B. Öffnungszeiten).
Mit einer intensiveren Auseinandersetzung dagegen erschließt das Werk seine Schätze. Wie unbezahlbar beispielsweise die 650 (!) Zeichnungen sind, merkt man erst, wenn man vor der Ausgrabungsstätte steht und sie ernsthaft zu verstehen versucht. Die Zeichnungen umfassen hauptsächlich archäologische Grundrisse und Querschnitte und dienen vortrefflich zur Illustration - wenn man sie lange genug studiert oder gut erklärt bekommt. Doch das Buch behandelt eben nicht nur die Archäologie, sondern auch andere Wissenschaften, mit denen man es zwangsläufig bei der Erforschung geschichtsträchtiger en zu tun bekommen. Küchler erklärt an zentralen Stellen auch theologische Zusammenhänge. Z.B. bringt er zur Kreuzigung Jesu nicht nur eine historische Rekonstruktion und frühe Kreuzigungsdarstellungen, sondern auch Reflexionen "zur christlichen Theologie des Kreuzestodes" und der Auferweckung Jesu. Etwas anderes als die sachlichen Ergebnisse der historisch-kritischen Methoden darf der Leser allerdings von einem Studienreiseführer nicht erwarten - die biblischen Texte erzählen von "Glaubenserfahrung[en]", stellen aber "keine historischen Beweismaterialien" (429) dar. Natürlich kann Küchler immer nur einen kleinen Ausschnitt der weiten theologischen Landschaft en bieten, aber der ist dem eigentlichen Fokus des Buches angemessen und stellt hilfreiche Bezüge her.
In ähnlicher Weise werden auch politische Zusammenhänge sachlich und objektiv erklärt, z.B. wie 1968-1985 das israelische Religionsministerium einen Tunnel entlang der Westmauer des Heiligen Bezirks (des ehemaligen Tempelberges) baute, der somit faktisch durch das muslimische Viertel verlief und nicht unbeträchtliche Unruhen zur Folge hatte. Ein Fingerspitzengefühl für die Darstellung der theologischen und politischen Verhältnisse zu entwickeln, das auch aus der Perspektive orthodoxer Kirchen bzw. nahöstlicher Staaten ausreicht, ist vermutlich unmöglich.
Auch vor exotischen Exkursen schreckt Küchler nicht zurück: Er bietet u.a. eine halbe Seite über die besondere Botanik, die sich an der Klagemauer entwickelt hat. Dieser inhaltliche Abwechslungsreichtum nimmt der unüberschaubaren Detailfülle beim Lesen ein wenig von ihrem erdrückenden Gewicht.
Abwechslungsreich ist auch die breit gefächerte und reiche Auswahl an zitierter Literatur - Josephus, rabbinische Literatur, antike Philosophen, Kirchenväter, muslimische Autoren und moderne Archäologen aus aller Welt kommen zu Wort. Ein Merkmal für Küchlers beständige Arbeit an der Aktualität seines Werkes sind die vielen Hinweise auf Internetseiten. In Anbetracht der Stoffmenge beweist das Werk eine enorme Quellenkenntnis bzw. -verarbeitung.
Besonders nett sind auch die kurzweiligen Zitate, die zur Illustration oder Erklärung in die Erläuterungen eingeflochten sind. Sie lockern den anspruchsvollen Stil, der von Fremdwörtern und theologischem Fachvokabular durchsetzt ist und hin und wieder in anstrengenden Nominalstil verfällt, immer wieder überraschend und wohltuend auf. Vereinzelt kann er sich auch zynischer oder erheiternder Kommentare nicht enthalten: "Die Grabeskirche: Golgota [sic!] und Anastasis - Tod und Auferweckung Jesu Christi - zugleich: Die steinerne Torheit einer geteilten Christenheit" (415). Stolpersteine anderer Art bilden die vielen Abkürzungen im Fließtext, die oft schwierig aufzulösen oder zuzuordnen sind, so dass nur der hartnäckige Leser den Text nach und nach tatsächlich flüssig lesen kann.
Der Aufbau des Buches ist komplex und ordnet die einzelnen Orte in Jerusalem nach unterschiedlichen Gesichtspunkten - nach Gebieten, nach Wichtigkeit oder auch nach der Zugehörigkeit zu einem größeren Gebäudekomplex. Immer wieder gibt es versteckte, sehr elegante Querbezüge, Hinweise usw., die demjenigen, der sich die Mühe macht, das Buch intensiv zu lesen, noch zahlreiche Entdeckerfreuden bereithalten. Lobenswert ist unter diesem Gesichtspunkt das überaus detaillierte Inhaltsverzeichnis auf den letzten 40 (!) Seiten des Buches. Allerdings ist es nicht als Nachschlagewerk optimiert, denn man findet aufgrund seiner Komplexität manchmal gar nicht, was man sucht. Auch das "Register der Orte und Traditionen" hilft in diesem Fall nicht immer weiter, da es auf nur neun Seiten bei weitem nicht alle behandelten Orte verzeichnet - eben vor allem die weniger wichtigen nicht, die man auch nicht auf Anhieb im Inhaltsverzeichnis findet.
Im 16. Kapitel bietet Küchler als Bonbon noch die politische Geschichte der Stadt samt Baugeschichte. Die Tabellenform weckt den trügerischen Eindruck von Übersichtlichkeit, ist aber eigentlich zu komplex, um Informationen nachzuschlagen, und stellt eher schon wieder eine Lektüre für sich dar.
Aus protestantischer Perspektive muss kritisiert werden, dass das wichtige Gelände der Auguste-Victoria-Stiftung auf dem Ölberg mit nur einem kurzen Absatz ziemlich knapp behandelt wird. Auch schade ist, dass das Deutsche Evangelische Institut überhaupt nicht erwähnt wird, obwohl es eine ansehnliche Sammlung archäologischer Ausstellungstücke zu Flora, Fauna, Wirtschaft und sozialem Leben sowie fachkundiges Personal vorweisen kann. Sein Gründer Gustaf Dalman war Anfang des 20. Jahrhunderts eine Koryphäe auf dem Gebiet der Archäologie. Gerade ein "Studienreiseführer" sollte solche Einrichtungen besonders sorgfältig im Blick haben. Statt dessen werden im 15. Kapitel nur die drei großen "Schatzkammern" Jerusalems ausführlichst behandelt: das "Israel Museum", das "Bible Lands Museum" und das "Rockefeller Museum", auf deren Besuche man sich so vortrefflich vorbereiten kann.
Wenige kleine Fehler sind bei einer solchen Detailfülle fast unvermeidlich: Der Lift im Turm der Himmelfahrtskirche auf dem Ölberg ist z.B. schon seit sieben Jahren kaputt. Dass dagegen die Zuverlässigkeit von Angaben zu Öffnungszeiten eine außerordentlich kurze Halbwertszeit hat, liegt im Orient in der Natur der Sache.
Unverdrossen trumpft Küchler manchmal sogar mit klugen Vorschlägen für Uhrzeit, Reihenfolge und Herangehensweise der Besuche auf: "Tagsüber meist geöffnet; sonst läuten oder nachfragen; eine Spende wird erwünscht" (402).
Fazit: Die offensichtlichsten Vor- und Nachteile bleiben die wichtigsten - eine Vielzahl an Informationen und ein entsprechendes Gewicht, Detailfülle und Unübersichtlichkeit, ein für Studenten fast unbezahlbarer Preis. Will man die Stärken des Buches gut ausspielen, muss man es zunächst zu Hause in Ruhe studieren - dann weiß man ggf. vor Ort, was man will bzw. wo man es nachlesen kann.
Helge Dirks
ichthys 25 (2009), 2009|1, 104-106


Jerusalem. Die Heilige Stadt: Ein Lesebuch - Jerusalem. Die Heilige Stadt: Ein Lesebuch

Broschiert, April 2009
     Verkaufsrang: 735619      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Jerusalem - heilige Stätte für Juden, Christen und Moslems. Texte bedeutender Literaten und Publizisten (u.a. Else Lasker-Schüler, Schalom Ben-Chorin, M. Y. Ben Gavriêl). Jerusalem als Brennpunkt eines Weltkonflikts, aber auch als Sehnsuchtsort der Menschheit.



Wenn ich dich vergesse, Jerusalem - Werner SonneWenn ich dich vergesse, Jerusalem
Werner Sonne

Gebundene Ausgabe, 23. Januar 2008
     Verkaufsrang: 382514      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 19,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Februar 1947. Judith, die das KZ Dachau überlebt hat, ist nach Palästinagekommen, um ihren Onkel in Jerusalem aufzusuchen; in Deutschlandhat sie keine Verwandten mehr. Als sie vom Tod ihres Onkels erfährt,versucht sie, sich das Leben zu nehmen. Im Krankenhaus erhält sie eineTransfusion von dem Blut einer jungen arabischen Lernschwester, Hana,mit der sie sich anfreundet. Hana ist ihrem Nachbarn Joussef versprochen.Doch sie möchte ihre Ausbildung am Hadassah-Krankenhaus beenden- und sie liebt einen jüdischen Arzt. Joussef, zutiefst in seiner Ehreverletzt, schließt sich den Männern des Muftis an, deren Ziel es ist, dieJuden ins Meer zu treiben.Die politische Lage spitzt sich zu. Als am 29. November 1947die UNO den Teilungsplan annimmt, explodiert die Gewalt,und die Freundschaft zwischen Judith und Hana wird aufeine harte Probe gestellt.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Ein hervorragender Roman, der zeigen soll: friedliche Koexistenz in Palästina ist möglich      5 von 5 Punkten
"Dieses Buch ist ein Roman. Er will sich auf keine Seite schlagen, nicht Stellung beziehen, sondern das menschliche Antlitz dieses historischen Dramas (der Staatsgründung Israels) zeigen - seine vielen Gesichter", schreibt der Autor dieses bemerkenswerten Buches, der ARD-Journalist Werner Sonne in seinem Nachwort. Die Hauptfiguren des Romans sind fiktiv, der Kibbuz Yardenim und das arabische Dorf Deir El Nar auf keiner Landkarte zu finden. Und dennoch spielt die Handlung in einem sehr konkreten historischen Rahmen. Sie läuft auf die zwei großen Massaker im Kampf um Jerusalem zu - den Überfall auf das arabische Dorf Deir Jassin vor den Toren der Stadt und den Überfall auf Ärzte und Krankenschwestern des Hassadah-Krankenhauses. Es waren die spektakulärsten, von der Weltöffentlichkeit wahrgenommenen Massaker in diesem blutigen Kampf, die einzigen waren es beileibe nicht. Brutale Moder, Vergewaltigungen, Plünderungen, Terrorangriffe auf Unschuldige - sie waren Teil auch dieses Krieges."
Und dieser Krieg ist 60 Jahre nach der erfolgreichen Staatsgründung Israels nicht vorbei. Nach wie vor ist dieses Land bedroht von Angriffen palästinensischer Terrorgruppen, die von Iran und anderen unterstützt, nach wie vor das Existenzrecht Israels bestreiten und die Juden mit Waffengewalt "ins Meer treiben" wollen.
In die Geschichte von Judith eingekleidet, gelingt es Werner Sonne, einen engagierten, mitfühlenden und historisch informativen Roman zu schreiben, der dem Leser einen Eindruck vermitteln kann, woher denn die ganzen gegenwärtigen Probleme herrühren.
Sonne läßt die Geschichte im Februar 1947 beginnen, als die junge Judith, die das KZ Dachau überlebt hat, mit einem der "Exodus"-Schiffe von Zypern nach Israel kommt. In Zypern hielten die Briten Zehntausende von Holocaust-Überlebenden in Lagern interniert und versuchten ihre Immigration nach Palästina zu verhindern, auch mit Waffengewalt. Das Schiff, auf dem Judith sich befindet, schafft es bis zur Küste und Judith setzt alles daran schnell zu ihrem Onkel nach Jerusalem zu kommen, der vor dem Holocaust schon Deutschland verlassen hatte. Als sie erfährt, dass der Onkel kurz vorher gestorben ist, verzweifelt sie und will sich das Leben nehmen. Der Onkel war vor Aufregung über etwas gestorben, was sich später für Judith als segensreich herausstellen wird.
Judith wird rechtzeitig mit aufgeschnittenen Pulsadern gefunden und erhält im Krankenhaus von der jungen arabischen Lernschwester Hana eine Bluttransfusion.
Der Roman schildert nun parallel die Geschichte von Judith und dem Palmach-Offizier Uri und von Hana, die einen aus Amerika nach Israel gekommenen jüdischen Arzt und von diesem schwanger wird.
Hanas Verlobter Jousseff, dem sie seit Kindertagen als Frau versprochen ist, sinnt auf Rache und ist an den dann geschilderten Attentaten beteiligt.
Dabei wir die Freundschaft von Judith, die nach einem Aufenthalt im Kibbuz Yardenim ihrem geliebten Uri in den Kampf um Jerusalem folgt, und Hana auf eine schwere Probe gestellt.
Ich erinnere mich noch gut an die Roman von Leon Uris, die ich vor 30 Jahren gelesen habe. Leon Uris Bücher nehmen stärker für den jüdischen Staat Partei, sind aber nach wie vor lesenswert. Vor allem deshalb, weil sie Informationen liefern, die dem Buch von Werner Sonne fehlen und die in einem Anhang hätten aufgeführt werden sollen. Was ist der Palmach zum Beispiel gewesen, oder wer stand hinter der jüdischen Irgun, die das Massaker auf Deir Jassin verübte ? In einer hoffentlich zweiten Auflage oder Taschenbuchausgabe dieses Buches sollten diese Informationen besonders für die jüngeren Leser nachgeholt werden.
Werner Sonne hat nichtsdestotrotz einen hervorragenden Roman geschrieben, der eine ganz bestimmte Absicht verfolgt: Friedliche Koexistenz ist machbar. Das demonstrierten die arabischen und jüdischen Ärzte und Ärztinnen, Krankenschwestern und Mitarbeiter des Hassadah-Krankenhauses Tag für Tag tapfer und unbeirrt. An dieses herausragende Beispiel zu erinnern, zu zeigen, dass Hoffnung auch im Nahen Osten möglich ist, auch dazu möchte dieses Buch einen Beitrag leisten.
Es ist ihm auf das Beste gelungen.
Übrigens: wer sich über einen palästinensischen Blickwinkel befassen möchte, dem sei empfohlen: Sari Nusseibeh, Es war einmal ein Land, Kunstmann 2008.
Wer es gerne leicht und locker hat und Krimis mag: bei C.H Beck ist gerade der erste Band mit dem palästinensischen Ermittler Omar Jussuf erschienen: Matt Beynon Rees, der Verräter von Bethlehem, C.H. Beck 2008.


Neues Verständnis für Nah-Ost      5 von 5 Punkten
Werner Sonne, jahrelanger Korrespondent der ARD, hat einen herausragenden Roman zum Nah-Ost-Konflikt verfasst. Das Interessante daran ist, dass er sich mit den Anfängen um 1948 beschäftigt. Dabei greift er zwei besondere Kriegshandlungen in Jerusalem heraus und dies ohne moralischen Zeigefinger. Er schafft dadurch ein neues Verständnis. Ich habe selbst drei Jahre intenvive Beschäftigung mit dem Thema hinter mir. Drei Monate davon habe ich in Israel/Jerusalem gelebt und an der Universität gearbeitet. Als Deutschlehrer besitze ich viele Bücher zu diesem Thema und glaubte schon viel zu wissen. Ich habe eine persönliche Rangfolge der besten Bücher, welche ich je gelesen habe. Ich bin heute 44 Jahre alt, habe die Buchvorstellung zufällig auf Phoenix gesehen und dieses Buch erhält den Rangplatz Nummer 5. Wirkt Herr Sonne in seinen Reportagen eher spröde, liest man dieses Buch in einem Zug weg. Toll und auch für den Unterricht zu empfehlen, wenn es denn als Taschenbuch erscheint.


Sterben für Jerusalem. Der erste Kreuzzug - Dieter BreuersSterben für Jerusalem. Der erste Kreuzzug
Dieter Breuers

Gebundene Ausgabe, Juli 2006
     Verkaufsrang: 169229     

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Das ausgehende 11. Jahrhundert war eine Zeit des Aufbruchs. Unter der Devise "Gott will es!" nahmen christliche Abendländer aller Stände am Ersten Kreuzzug teil, um Jerusalem, die Heilige Stadt der Christenheit, den Ungläubigen zu entreißen. Doch was mit frommen Absichten und hehren Zielen begann, verkam recht bald zu einem elenden Unternehmen: rohe Gewalt, Brutalität, Neid, Habsucht, Hemmungslosigkeit, Hunger, Streit, Rivalität waren an der Tagesordnung. Dieter Breuers, ein eminenter Kenner der mittelalterlichen Geschichte und passionierter Erzähler, läßt vor unseren Augen eine Welt erstehen, die uns — noch Jahrhunderte später — Schauer über den Rücken jagt. Er zeigt jene Epoche so, wie sie wirklich war: prall, deftig, schnörkellos. "Für alle empfehlenswert, die sich mit dem Mittelalter beschäftigen, selbst für Leute, die sich gut auskennen." (Saarländisches Kulturjournal)

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 10 Bewertungen)

Spannender und schörkellos erzählter Geschichtsunterricht.      5 von 5 Punkten
Am Beispiel einiger fiktiver Charaktere
lädt der Autor den Leser zu einer spannenden, farbenfrohen und düster-ehrlichen Reise in eines der unrühmlichsten, aber auch faszinierendsten Kapitel der damaligen Zeit ein.Die Zeit der Kreuzzüge und den fast 200 Jahre andauernden Kampf um das heilige Grab. Viele Autoren handeln die Kreuzzüge entweder als akademisch-trockene Sachbücher oder aber als trivial belanglose Prosa ab. Bei diesem Buch merkt man auf jeder Seite, dass der Autor Dieter Breuers nicht nur als Historiker die geschichtlichen Hintergründe sehr gut kennt, sondern als ehemaliger Journalist weiß, wie man seine Leser emotional packt. Das Ergebnis ist eine höchst kurzweilige Geschichtsstunde. Wie schon seine Abhandlung über den Hexenwahn, habe ich "Sterben für Jerusalem" schier verschlungen. Ein tolles Buch, welches eine Anforderung leicht erfüllt, bei der sich doch viele Autoren bei dem eher zähen Thema doch sehr schwertun: Lesbarkeit. Klasse.


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Wenn ich dich vergesse, Jerusalem - Werner SonneWenn ich dich vergesse, Jerusalem
Werner Sonne

Broschiert, 22. August 2009
     Verkaufsrang: 181051      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Februar 1947. Judith, die das KZ in Dachau überlebt hat, ist nach Palästina gekommen, um ihren Onkel in Jerusalem zu suchen, denn in Deutschland hat sie keine Verwandten mehr. Als sie erfährt, dass ihr Onkel tot ist, versucht sie, sich das Leben zu nehmen. Im Krankenhaus erhält sie eine Bluttransfusion von der jungen arabischen Lernschwester Hana. Diese ist ihrem Nachbarn Joussef versprochen, möchte aber ihre Ausbildung am Hadassah-Krankenhaus beenden - und liebt einen jüdischen Arzt. Ein Roman über eine große Freundschaft zwischen zwei ungleichen Frauen: In den politischen Wirren vor der Staatsgründung Israels wird sie auf eine harte Probe gestellt.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Ein hervorragender Roman, der zeigen soll: friedliche Koexistenz in Palästina ist möglich      5 von 5 Punkten
"Dieses Buch ist ein Roman. Er will sich auf keine Seite schlagen, nicht Stellung beziehen, sondern das menschliche Antlitz dieses historischen Dramas (der Staatsgründung Israels) zeigen - seine vielen Gesichter", schreibt der Autor dieses bemerkenswerten Buches, der ARD-Journalist Werner Sonne in seinem Nachwort. Die Hauptfiguren des Romans sind fiktiv, der Kibbuz Yardenim und das arabische Dorf Deir El Nar auf keiner Landkarte zu finden. Und dennoch spielt die Handlung in einem sehr konkreten historischen Rahmen. Sie läuft auf die zwei großen Massaker im Kampf um Jerusalem zu - den Überfall auf das arabische Dorf Deir Jassin vor den Toren der Stadt und den Überfall auf Ärzte und Krankenschwestern des Hassadah-Krankenhauses. Es waren die spektakulärsten, von der Weltöffentlichkeit wahrgenommenen Massaker in diesem blutigen Kampf, die einzigen waren es beileibe nicht. Brutale Moder, Vergewaltigungen, Plünderungen, Terrorangriffe auf Unschuldige - sie waren Teil auch dieses Krieges."
Und dieser Krieg ist 60 Jahre nach der erfolgreichen Staatsgründung Israels nicht vorbei. Nach wie vor ist dieses Land bedroht von Angriffen palästinensischer Terrorgruppen, die von Iran und anderen unterstützt, nach wie vor das Existenzrecht Israels bestreiten und die Juden mit Waffengewalt "ins Meer treiben" wollen.
In die Geschichte von Judith eingekleidet, gelingt es Werner Sonne, einen engagierten, mitfühlenden und historisch informativen Roman zu schreiben, der dem Leser einen Eindruck vermitteln kann, woher denn die ganzen gegenwärtigen Probleme herrühren.
Sonne läßt die Geschichte im Februar 1947 beginnen, als die junge Judith, die das KZ Dachau überlebt hat, mit einem der "Exodus"-Schiffe von Zypern nach Israel kommt. In Zypern hielten die Briten Zehntausende von Holocaust-Überlebenden in Lagern interniert und versuchten ihre Immigration nach Palästina zu verhindern, auch mit Waffengewalt. Das Schiff, auf dem Judith sich befindet, schafft es bis zur Küste und Judith setzt alles daran schnell zu ihrem Onkel nach Jerusalem zu kommen, der vor dem Holocaust schon Deutschland verlassen hatte. Als sie erfährt, dass der Onkel kurz vorher gestorben ist, verzweifelt sie und will sich das Leben nehmen. Der Onkel war vor Aufregung über etwas gestorben, was sich später für Judith als segensreich herausstellen wird.
Judith wird rechtzeitig mit aufgeschnittenen Pulsadern gefunden und erhält im Krankenhaus von der jungen arabischen Lernschwester Hana eine Bluttransfusion.
Der Roman schildert nun parallel die Geschichte von Judith und dem Palmach-Offizier Uri und von Hana, die einen aus Amerika nach Israel gekommenen jüdischen Arzt und von diesem schwanger wird.
Hanas Verlobter Jousseff, dem sie seit Kindertagen als Frau versprochen ist, sinnt auf Rache und ist an den dann geschilderten Attentaten beteiligt.
Dabei wir die Freundschaft von Judith, die nach einem Aufenthalt im Kibbuz Yardenim ihrem geliebten Uri in den Kampf um Jerusalem folgt, und Hana auf eine schwere Probe gestellt.
Ich erinnere mich noch gut an die Roman von Leon Uris, die ich vor 30 Jahren gelesen habe. Leon Uris Bücher nehmen stärker für den jüdischen Staat Partei, sind aber nach wie vor lesenswert. Vor allem deshalb, weil sie Informationen liefern, die dem Buch von Werner Sonne fehlen und die in einem Anhang hätten aufgeführt werden sollen. Was ist der Palmach zum Beispiel gewesen, oder wer stand hinter der jüdischen Irgun, die das Massaker auf Deir Jassin verübte ? In einer hoffentlich zweiten Auflage oder Taschenbuchausgabe dieses Buches sollten diese Informationen besonders für die jüngeren Leser nachgeholt werden.
Werner Sonne hat nichtsdestotrotz einen hervorragenden Roman geschrieben, der eine ganz bestimmte Absicht verfolgt: Friedliche Koexistenz ist machbar. Das demonstrierten die arabischen und jüdischen Ärzte und Ärztinnen, Krankenschwestern und Mitarbeiter des Hassadah-Krankenhauses Tag für Tag tapfer und unbeirrt. An dieses herausragende Beispiel zu erinnern, zu zeigen, dass Hoffnung auch im Nahen Osten möglich ist, auch dazu möchte dieses Buch einen Beitrag leisten.
Es ist ihm auf das Beste gelungen.
Übrigens: wer sich über einen palästinensischen Blickwinkel befassen möchte, dem sei empfohlen: Sari Nusseibeh, Es war einmal ein Land, Kunstmann 2008.
Wer es gerne leicht und locker hat und Krimis mag: bei C.H Beck ist gerade der erste Band mit dem palästinensischen Ermittler Omar Jussuf erschienen: Matt Beynon Rees, der Verräter von Bethlehem, C.H. Beck 2008.


Neues Verständnis für Nah-Ost      5 von 5 Punkten
Werner Sonne, jahrelanger Korrespondent der ARD, hat einen herausragenden Roman zum Nah-Ost-Konflikt verfasst. Das Interessante daran ist, dass er sich mit den Anfängen um 1948 beschäftigt. Dabei greift er zwei besondere Kriegshandlungen in Jerusalem heraus und dies ohne moralischen Zeigefinger. Er schafft dadurch ein neues Verständnis. Ich habe selbst drei Jahre intenvive Beschäftigung mit dem Thema hinter mir. Drei Monate davon habe ich in Israel/Jerusalem gelebt und an der Universität gearbeitet. Als Deutschlehrer besitze ich viele Bücher zu diesem Thema und glaubte schon viel zu wissen. Ich habe eine persönliche Rangfolge der besten Bücher, welche ich je gelesen habe. Ich bin heute 44 Jahre alt, habe die Buchvorstellung zufällig auf Phoenix gesehen und dieses Buch erhält den Rangplatz Nummer 5. Wirkt Herr Sonne in seinen Reportagen eher spröde, liest man dieses Buch in einem Zug weg. Toll und auch für den Unterricht zu empfehlen, wenn es denn als Taschenbuch erscheint.


Jerusalem: Die Geschichte einer heiligen Stadt - Ein SPIEGEL-Buch - Jerusalem: Die Geschichte einer heiligen Stadt - Ein SPIEGEL-Buch

Gebundene Ausgabe, 9. November 2009
     Verkaufsrang: 105829      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 19,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Meine Lektüre am Jaffa Gate in Jerusalem      5 von 5 Punkten
Sehr gute Struktur, geistreiche Autoren, hochinteressante Texte... Ich habe das Buch von meinem Händler empfohlen bekommen, nach ich den Lonely Planet für Israel dort bestellte.
"Das muss man im Reisegepäck haben und lesen, wenn man Jerusalem besucht."
Und in der Tat, eine wunderschöne aber schwer verständliche Stadt erschliesst sich durch die Lektüre, als Parallel-Handbuch zum Lonely Planet sehr zu empfehlen... Die Fülle und Qualität der Randinformationen ist großartig...

Man kann sich bei der Lektüre dieses Buches dem Zauber und der Faszination dieser Stadt und ihrer Bedeutung nicht entziehen      5 von 5 Punkten
Für dieses vorliegende Buch haben die beiden SPIEGEL-Redakteure und Korrespondenten Annette Großbongardt und Dietmar Pieper viele KollegInnen eingeladen, mit ihnen zusammen sich der über 4000 jährigen Geschichte einer Stadt zu nähern, die wie kaum eine andere die Gemüter nicht nur ihrer Bewohner bewegt, sondern das geistliche und politische Zentrum der drei monotheistischen Weltreligionen darstellt. Wichtige und für das Selbstverständnis von Judentum, Christentum und Islam unverzichtbare Heiligtümer befinden sich in dieser Stadt, und ihre insbesondere seit dem 20. Jahrhundert im Rahmen des Konfliktes zwischen Juden und Palästinensern manches Mal weltpolitische Dimensionen annehmende politische Bedeutung wird aus unterschiedlichen Blickwinkel in diesem Buch ebenso behandelt wie etwa touristische Sehenswürdigkeiten.
Einen großen Teil nimmt neben den gegenwärtigen Auseinandersetzungen um die heilige Stadt die Darstellung ihrer bewegten Geschichte ein. Auch ein eher agnostischer Leser, der vielleicht selbst keine glaubens-biographischen Bezüge hat zu Jerusalem, kann sich bei der Lektüre dieses empfehlenswerten Buches dem Zauber und der Faszination dieser Stadt und ihrer Bedeutung nicht entziehen.
Man versteht, warum die Frage, wem Jerusalem "gehört", nach wie vor eine solche religiöse und politische Brisanz besitzt. Ich jedenfalls kann mir keine Lösung vorstellen, die diese Brisanz entschärft.


Eichmann in Jerusalem: Ein Bericht von der Banalität des Bösen - Hannah ArendtEichmann in Jerusalem: Ein Bericht von der Banalität des Bösen
Hannah Arendt

Broschiert, Juli 2008
     Verkaufsrang: 10644      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 12,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Der Prozeß gegen SS-Obersturmbannführer Adolf Eichmann 1961 in Jerusalem war neben den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen die wichtigste Gerichtsverhandlung gegen Schergen des NS-Regimes. Spätestens mit der Vollstreckung des Todesurteils gegen Eichmann begann auch eine Diskussion um die Sinnhaftigkeit der Aufarbeitung der Nazi-Verbrechen durch juristische Mechanismen. Hannah Arendt hat den Prozeß selbst miterlebt und seine Unterlagen dazu genutzt, ihr eigenes Resümee über den Holocaust und die Person Adolf Eichmann mit seiner Rolle bei der Judenverfolgung zu ziehen. Heraus kam dabei ein Buch, das bis zum heutigen Tag nichts an Gültigkeit oder Bedeutung verloren hat.
Eichmann steht prototypisch für viele der verbrecherischen Nazi-Gefolgsleute, die mit oder ohne ideologischer Verblendung, dafür aber immer mit voller Obrigkeitshörigkeit doch stets nur Befehle ausführten. Irgendeine Form der Reue geht ihm ab, denn "Reue ist etwas für kleine Kinder", so Eichmann in den Verhören. Dabei ist Reue und die daraus resultierende Selbsterkenntnis der vielleicht wichtigste Punkt einer sinnvollen Aufarbeitung. Hinter der Maske des vermeintlichen Normalos Eichmann verbirgt sich tausendfacher Schrecken - ein Schrecken, den man auch heute noch an so manchen Stellen des Erdballs in den Personen scheinbar normaler Bürger wiederfinden kann.
Arendts Buch ist zudem eine über die persönliche Ebene hinausgehende Zusammenfassung des Holocaust, von den ersten Vertreibungen bis hin zur fürchterlichen Endlösung, denn all dies war Gegenstand des Prozesses. Bei aller berechtigter Kritik - so gibt es heute sicherlich ausführlichere Bücher über die Historie des Holocaust - darf man ihr eigentliches Anliegen nicht übersehen. Es ging ihr gerade um die im Untertitel aufgeführte Banalität des Bösen, um die Betrachtung der Person, die das Töten verwaltet und plant. Und genau diese Betrachtungsweise packt den Leser, denn bei der Analyse der Ereignisse im Dritten Reich sollte man immer auch die einzelnen Täter berücksichtigen. Die Erkenntnis, daß normale Menschen zu Greueltaten solchen Ausmaßes fähig sind, darf nie in Vergessenheit geraten, und so behält dieses Buch auch in Zukunft seinen Stellenwert als Warnung wie auch als Mahnmal. -Joachim Hohwieler


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 7 Bewertungen)

...you see, we like our Nazis in uniforms.      5 von 5 Punkten
Es ist nun schon eine Weile her, dass ich Hannah Arendts Bericht "Eichmann in Jerusalem" gelesen habe. Zwischen damals und heute liegt Quentin Tarantino's Meisterwerk "Inglourious Basterds", und dies will ich zum Einstieg in meine Rezension nutzen.
Ein Kernthema von "Ingourious Basterds" ist die Aussage, dass man Nazis kaum erkennen kann, wenn sie keine Uniformen tragen. Genau das ist auch ein wichtiger Punkt für Hannah Arendt, denn auf Adolf Eichmann hätte im Adenauer-Deutschland ganz bestimmt eine solide Beamtenkarriere gewartet, wenn er sich nicht nach Südamerika abgesetzt hätte. Es ist faszinierend zu lesen, wie Arendt in gewohnter Klarheit den Eindruck beschreibt, den dieser Mann auf sie machte. Eichmann war für sie ein Hanswurst, und ähnlich wie Tarantino's Hans Landa hätte man ihm den skrupellosen Massenmörder schlicht und einfach nicht zugetraut. Wo der von allabendlichen Kinderschreckspektakeln Marke "Hitlers linkes Auge - in Großaufnahme, unterlegt von schrillen Kreischtönen" vorgeprägte Leser einen furchteinflößenden Schlächter erwartet, findet sich ein Typ, wie man ihn auch heute noch in den unterschiedlichsten Varianten trifft und der für manche Kreise sogar eine Art Idealbild darstellt: nüchtern und strebsam, dienstbeflissen und engagiert.
Alles Weitere sollte man in diesem Buch nachlesen. Anmerken möchte ich noch, dass auch Arendts Ausführungen zu den unterschiedlichen Abläufen des Holocausts in verschiedenen Regionen Europas eine echte Bereicherung sind. Hier arbeitet sie sehr präzise heraus, dass es kein lineares "Schema F" gab, sondern dass das Verhalten der örtlichen Bevölkerung einen ganz erheblichen Einfluss darauf hatte, ob und wieviele Menschen abtransportiert wurden oder überlebten. Auch das widerspricht auf erfrischende Weise dem allgemeinen Einheitsbrei, den man ansonsten in der multimedialen Aufarbeitung des Holocausts serviert bekommt.
Ich habe nun schon einige Bücher von Hannah Arendt gelesen. "Eichmann in Jerusalem" fand ich von allen am besten. Es ist super geschrieben und bringt eine Fülle wichtiger Einsichten haargenau auf den Punkt. Ich kann es uneingeschränkt empfehlen.


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