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Benjamin von Stuckrad Barre

Seite 9
Zwei Inszenierungen in politisch konservativem Geist?: „Die Stunde da wir nichts voneinander wußten“ von Peter Handke und „Panikherz“ ... Aufführungen am Thalia Theater Hamburg - Michael Pleister

Zwei Inszenierungen in politisch konservativem Geist?: „Die Stunde da wir nichts voneinander wußten“ von Peter Handke und „Panikherz“ ... Aufführungen am Thalia Theater Hamburg

Autor: Michael Pleister

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Arturo Bandini: Die Trilogie - John Fante Übersetzer: Alex Capus

Arturo Bandini: Die Trilogie

Autor: John Fante
Übersetzer: Alex Capus

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Depressive Dandys: Spielformen der Dekadenz in der Pop-Moderne (Literatur - Kultur - Geschlecht: Studien zur Literatur- und Kulturgeschichte. Kleine Reihe) - Herausgeber: Alexandra Tacke Mitwirkende: Christian Luckscheiter, Moritz Baßler, Niels Werber, Heinz Drügh, Isabelle Stauffer, Fernand Hörner, Immanuel Nover, Till Huber, Jörg Döring, Svea Bräunert, Sven Glawion, Günter Erbe

Depressive Dandys: Spielformen der Dekadenz in der Pop-Moderne (Literatur - Kultur - Geschlecht: Studien zur Literatur- und Kulturgeschichte. Kleine Reihe)

Herausgeber: Alexandra Tacke
Mitwirkende: Christian Luckscheiter, Moritz Baßler, Niels Werber, Heinz Drügh, Isabelle Stauffer, Fernand Hörner, Immanuel Nover, Till Huber, Jörg Döring, Svea Bräunert, Sven Glawion, Günter Erbe

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Kampfsterne: Roman - Alexa Hennig von Lange

Kampfsterne: Roman

Autor: Alexa Hennig von Lange

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Popjournalismus. Grenzgänge zwischen medialem und literarischem Erzählen - Michael Verfürden

Popjournalismus. Grenzgänge zwischen medialem und literarischem Erzählen

Autor: Michael Verfürden

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Berlin Requiem - Peter Huth

Berlin Requiem

Autor: Peter Huth

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Die "neue Ernsthaftigkeit".: Endzeitvorstellungen in Christian Krachts '1979' - Carlo Clemens

Die "neue Ernsthaftigkeit".: Endzeitvorstellungen in Christian Krachts '1979'

Autor: Carlo Clemens

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Die Geburt der Popliteratur aus dem Geiste ihrer Debatte (Kunst und Gesellschaft: Studien zur Kultur im 20. und 21. Jahrhundert) - Anett Krause

Die Geburt der Popliteratur aus dem Geiste ihrer Debatte (Kunst und Gesellschaft: Studien zur Kultur im 20. und 21. Jahrhundert)

Autor: Anett Krause

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"Perfect lovers" oder nur "two alien bodies"?: Zur Konzeption von Liebe in ausgewählten Beispielen der Literatur der Neuen Sachlichkeit und der Pop-Literatur - Elena Supprian

"Perfect lovers" oder nur "two alien bodies"?: Zur Konzeption von Liebe in ausgewählten Beispielen der Literatur der Neuen Sachlichkeit und der Pop-Literatur

Autor: Elena Supprian

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Der deutsche Pop-Roman und die Postmoderne seit 1990: Dargestellt an Erzählprosa von Christian Kracht, Benjamin von Stuckrad-Barre und Benjamin Lebert - Helmut Obst

Der deutsche Pop-Roman und die Postmoderne seit 1990: Dargestellt an Erzählprosa von Christian Kracht, Benjamin von Stuckrad-Barre und Benjamin Lebert

Autor: Helmut Obst

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Soloalbum - Benjamin von Stuckrad-Barre

Soloalbum

Benjamin von Stuckrad-Barre

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MP3 Format, Lesung. Ungekürzte Ausgabe. 440 Min. MP3 Audio CD. "Normalerweise lasse ich mich nicht von Jungspunden als Jeansjackenträger beschimpfen. Bei Benjamin v. Stuckrad-Barre mache ich ausdrücklich eine Ausnahme. Weil er 'Soloalbum' geschrieben hat, darf er das. Aber nur ein paarmal." Harry Rowohlt. "Jugend der Welt - kauf dieses Buch und lies es!" Harald Schmidt. Die Ausgangssituation ist klassisch: Der Ich-Erzähler, gerade Anfang zwanzig, ist soeben von seiner Freundin verlassen worden; nach vierjähriger Beziehung nun per Fax der Schlussstrich. Ende, aus, vorbei. Natürlich ist der Verlassene im Moment des Aus so verliebt wie in all den Jahren nicht. Gebührend wird der Verflossenen hinterhergetrauert: Er ruft sie an, legt auf, geht joggen, sucht trinkend nach schnellem Ersatz, um doch nur wieder zurückzufallen, auf sie, auf sich und auf: OASIS. Benjamin von Stuckrad-Barres Debüt wird 20 - Happy Birthday, Rock n Roll Star!

Deutsches Theater

Deutsches Theater

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Knapp vier Dutzend Stationen umfasst Stuckrad-Barres Deutschlandreise. Geografisch reicht sie von München (wo der Autor notgedrungen in ein Waschbecken pinkeln musste) bis Sylt (wo BVSB als investigativer Krabbenpuler bei der Imbisskette Gosch anheuerte), thematisch von Bernhard Jagoda (und dem Ritual der Verkündung der Arbeitslosenzahlen) bis zu Claus Peymann (der sich keine Hose kauft, aber mit dem Autor essen geht). Höhepunkt ist freilich ein kleiner räumlicher Exkurs nach Namibia, wohin der rasante Reporter Christoph Schlingensief folgt. Der Text über Schlingensief gehört vielleicht zum Besten, was über den Apothekerssohn aus Oberhausen, der nicht funktionieren will, je geschrieben wurde. "Manchmal heißt es, Christoph Schlingensief sei gar nichts peinlich. Richtiger ist: Alles ist ihm peinlich, der Verklemmung setzt er Exhibitionismus entgegen und stellt sich zur Verfügung, wirft sich den ersten und zweiten Stein gleich selbst mitten ins Gesicht. (..) Seht her, zeigt er, ich kann es nicht, und das ist nicht schlimm, denn es ist normal.". Die fast schon zärtliche Ernsthaftigkeit, mit der Stuckrad-Barre hier über Schlingensief schreibt, lässt erahnen, dass ihn das Thema auch persönlich betrifft. Ist nicht auch Stuckrad-Barres Karriere nach einem Skript permanenter Selbstüberforderung abgelaufen? Als halb kalkulierte, halb improvisierte Selbstinszenierung eines jungen Sprachverfertigers, der in alles hineinstolpert und sich selbst dabei beobachtet, wie er abwechselnd -- und manchmal gleichzeitig -- die Rollen des Medienvirtuosen und des Mediendilettanten spielt. Egomanisch und medien- (also auch: selbst-)kritisch zugleich. "Die Kamera läuft, läuft immer. Und wie andere Menschen in den Spiegel, so guckt Schlingensief auf den Kontrollmonitor: Was machen wir da? Wie sieht es aus, was täuschen wir vor? So wird ein Gespräch mit ihm zur Gegendarstellung, er hilft seinem Gegenüber auf die Beine eigener Sprache; natürlich vergreift er sich dabei immer wieder im Ton und an Sakrilegen.". Der Ton. Benjamin von Stuckrad-Barre weiß, was die Musik macht. Und sein Grundton ist sehr oft ein polemischer. Das ist dann gut, wenn Stuckrad-Barre diesen Modus nicht nur zur Selbstaffirmation (und das heißt ja meist: zur Herabsetzung anderer) nutzt, sondern zum Dingfestmachen eines Sachverhalts. Beispiel Kabarett. "Wenn die Kritisierten mit dem Fallschirm in Fußballstadien springen und nichts sagen, bloß "18!" schreien, wenn ihre einzige Wahlkampfidee ist, schwul zu sein und Pandabären zu retten, dann muss doch die Kritik umso ernsthafter sein. Stattdessen ist auch bei Dieter Hildebrandt das Rabattgesetz gefallen, billiger waren die Späße nie.". Am besten ist Stuckrad-Barre dann, wenn er sein Kredo ernst nimmt, dass man "die Dinge immer wieder neu überprüfen" müsse. Und wenn er sich mal einen ganzen Text lang nicht nur jede Häme verkneift, sondern in respektvoller Distanz verharrt, wie in dem schönen Text über Manfred Krug. "Seine Menschenliebe und -kenntnis kehrt die Versehrtheit, das Krummnasige, Komischnasige eines jeden um in etwas Liebenswertes, ohne die Basistragik jeder Existenz zu verniedlichen." Da wird es einem fast schon warm ums Herz. Manchmal klingt diese neue Ernsthaftigkeit fast schon rührend sozialdemokratisch, aber diese konstruktive Milde steht Stuckrad-Barre ausgesprochen gut zu Gesicht. Dass er auch das Polemisch-Atmosphärische gut beherrscht, wissen wir ja schon -- und natürlich finden sich auch hier reichlich Beispiele (etwa die Beschreibung eines Hotelzimmers: "diese gewiss lieb gemeinte beigefarbene Keimfreihölle heißt natürlich "Management-Suite" und ist eingerichtet wie das Weltbild von Peter Hahne."). Vielleicht ist jetzt der Punkt erreicht, an dem sich entscheidet, ob Benjamin von Stuckrad-Barre ein talentierter Selbstdarsteller bleibt oder ob aus ihm noch einmal ein großer Reporter unkonventionellen Zuschnitts (à la Alexander Osang) wird: Die Gretchenfrage ist dabei, ob es ihm gelingt, sich selbst in seinen Texten zurückzunehmen und einfach auf seine Beobachtungen zu vertrauen. Die sind nämlich meist so gut, dass sie für sich selbst sprechen und zusätzlicher Kommentierung nicht bedürfen. (Selbiges gilt im Übrigen für die zahlreichen vom Autor selbst geschossenen Fotos, die seine Texte auf kongeniale Weise ergänzen -- und zusätzlich auch als Postkartenserie erhältlich sind.). Aber vielleicht erleben wir derzeit ja auch eine Parallelentwicklung der beiden erfolgreichsten Entertainer der letzten Jahre: Wie sein Vorbild Harald Schmidt hat sich auch Benjamin von Stuckrad-Barre immer mehr vom polemischen hin zum analytischen, ja didaktischen Modus bewegt. Letztes Indiz: seine MTV-Sendung Lesezirkel, in der Stuckrad-Barre als selbst ermächtigte "Undercover-Guerilla der Stiftung Lesen" auftritt. Da ist es nur logisch, dass auch Deutsches Theater mit einem Zitat von Stuckrad-Barres persönlichem Literaturreferenten und Lesezirkel-Dauergast Walter Kempowski endet: "In der Nacht Klavier gespielt, die Kühe, draußen vor dem Fenster, hörten mir zu. Ich brach ab, als ich merkte, daß ich mir wie Chopin vorkam. Außerdem störte es mich, daß auch die Mädchen mir drüben, im anderen Haus, möglicherweise zuhörten und eventuell dächten, ich käme mir wie Chopin vor." --Axel Henrici

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